FISCHLEXIKON
Kliesche
Limanda limanda

Die Kliesche ist ein häufiger nordischer Plattfisch an den sandigen Küstenlinien Europas. Sie wird sehr leicht mit Scholle oder Flunder verwechselt. Ihre Population ist hoch und stabil in Nord- und Ostsee.

Die Klieschen, auch Scharbe, Eisflunder oder Rauhe Scholle genannt, mögen sandigen Grund und lauern dort auf leichte Beute, wie zum Beispiel Garnelen, kleine Krebse oder Jungfisch und Würmer. Sie sind auf der Oberfläche etwas glatter als Flundern, dennoch lassen sich die Schuppen rauh fühlen. Klieschen sind in der Regel etwas kleiner als andere Plattfischarten. Die Form der Seitenlinie ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Plattfischen wie der Flunder. Die Klieschen haben eine sehr deutlich geschwungenen, sichtbaren halbrunden Bogen in der Seitenlinie (Seitenlinienorgan) oberhalb der Brustflosse, direkt nach dem Kiemendeckel. Sie passen sich farblich der Umgebung sehr gut an und sind hell- bis dunkelbraun marmoriert.
Klieschen sind das ganze Jahr über im flachen Küstenbereich zu finden und ein häufiger Fang beim Brandungsangeln mit Watwürmern oder Seeringelwürmern, als frischer Lebendköder am Paternoster angeboten. Die ausgenommenen Klieschen wurde seit dem frühen Mittelalter gerne im Frühsommer an Leinen in der Sonne getrocknet und als Trockenfisch für den Herbst- und Winter eingelagert, um ihn später als Zutat in Fischsuppen oder am Stück gegrillt zuzubereiten.
