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- Sauerstoffbedarf und -Deckung im Sommer in Gefahr?
In den Sommermonaten leiden viele Gewässer unter der anhaltenden Wärme. Viele Sonnenstunden, wenig Niederschlagseintrag und warme Luft bei wenig Luftbewegung fordern die Ökosysteme heraus. Hecht und Krebs leben in Nachbarschaft im ruhigen, pflanzenreichen und schattigen Uferbereich eines Baggersees (Bild: Volker Hämmerling, dieangelschule) Der durch uns Menschen verursachte Klimawandel bringt neue Wetterrekordwerte hervor, die wir als ausbleibenden Regen, heiße Tage und Trockenheit im Alltag registrieren. In den Messungen und Aufzeichnungen der Behören und führender Institutionen werden diese Anstiege seit Jahrzehnten dokumentiert und laufen leider von Jahr zu Jahr immer weiter nach Oben. Auf die Folgen des veränderten Klima werden wir uns einstellen müssen. Anhaltende Hitze als Bedrohung für Flora und Fauna im Gewässer Besonders für Gewässer ist das eine Belastung, da diese sich erst allmählich erwärmen und diese Energie dann über Wochen oder Monate speichern zum Leidwesen der Flora und Fauna unter Wasser. Mit zunehmender Temperatur nimmt die Fähigkeit des Wassers ab, den Sauerstoff als lebensnotwendiges Gas in sich zu lösen. Wir kennen es von kohlensäurehaltigen Getränken oder Mineralwasser, das enthaltene CO2-Gas entweicht um so mehr, je wärmer die Flüssigkeit wird oder ist. Der maximale Sauerstoffgehalt von Wasser ist unter reinen Versuchsbedingungen, also wissenschaftlich betrachtet, mit 14,4 mg pro Liter bei 1° Celsius möglich. Mit Temperaturzunahme sinkt der Gehalt an gelösten Sauerstoffgas (O2) ab, so das bei einer Wassertemperatur von 30° Celsius unter Laborbedingung nur noch etwa die Hälfte, also 7,4 mg pro Liter O2 möglich sind. Da unsere Gewässer viele weitere Dinge enthalten und messbare schädigende Parameter zum tragen kommen, liegt die tatsächliche Sauerstoffkonzentration in der Regel niedriger, weil es sich eben nicht um reines Wasser handelt wie wir es aus dem Alltag aus der Leitung kennen. Der für viele Fischarten kritische Grenzwerte von 4 mg O2 pro Liter und damit verbundener Sauerstoffmangel treten bei Temperaturen ab 20° Celsius Wassertemperatur vermehrt und immer häufiger in unseren Gewässern auf. Oft werden anhaltend und über Tage von 26° und mehr gemessen, eine extreme Situation für flache Gewässer in unseren Breitengraden. Sommer gab es schon immer und Wetterschwankungen kennt auch die Natur. Viele heimische Tiere und ebenso unsere Fischarten sind für solche Hitzeperioden und niedrige Wasserstände unempflindlich, wenn die äußeren Rahmenbedingungen stimmen, und nicht zu lange anhalten. Unsere Fischarten haben ihre eigenen Strategien entwickelt und stellen sich darauf ein. Dazu gehören tiefere, kühle Gewässerstellen, in die sie sich zurückziehen können und Uferzonen mit einem dichten Bewuchs und erweiterte Schattenbereiche, zum Beispiel durch einen guten alten Baumbestand. Auch Fischschutzgebiete und Zonen, in denen weder geangelt oder sonstiger Wassersport betrieben wird, helfen der Natur sehr. Der Kreislauf und Stoffwechsel der Fische passt sich ebenso an. Um Energie einzusparen, bewegen sie sich weniger und fressen weniger, verlegen ihre Aktivität in die Nacht und frühen Morgenstunden. Sind Pumpen zur Sauerstoffanreicherung sinnvoll? Viele halten die Installation und Betrieb einer Umwälzanlage über Pumpen dann für eine alternative Lösung um über den technischen Weg Sauerstoff ins Wasser zu bringen. Ein Stilgewässer umwälzen bedeutet nichts anderes als das bestehende Ökosystem zu (zer)stören. Dort, wo aussreichend Licht ankommt, sind grüne Pflanzen vorhanden, auch wenn es viele Laien nicht sehen. In der Tiefe gibt es Sedimentschichten, die gehören einfach dazu und dort leben anerobe Bakterien, Algen, Pilze und auch Muscheln, Krebse, Weichtiere und Fische. Selbst in den Ozeanen in über 5000 Metern Tiefe herrscht das Leben, obwohl die Umwälzung dort nicht über Pumpen läuft. Eine Belüftung kann installiert werden um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Das sollte aber genau geprüft werden und niemals die lebensnotwendigen Wasserflächen weiträumig abdecken, indem man eine künstliche Insel ins Wasser bringt. Eine Umwälzung erhöht den freien Nährstoffgehalt in allen Wasserbereichen, damit nimmt die Fruchtbarkeit eines Gewässers leider zu, und Algen wachsen besser und schneller. Als Folge: schädliche Algenarten und sauerstoffzehrende Bakterien (Cyanobakterien) nehmen dann in der Regel zu. Auch Krankheiten und Parasiten freuen sich dann, aber weniger die heimische Fischarten, Tiere und Insekten. In überbesetzten Karpfenteichen, Aquakulturen, Zierteichen in Gärten sowie Parks oder kommerziellen Angelteichen ohne natürliche Uferzone mag das vielleicht gehen, weil dort eh alles schon aus dem Gleichgewicht ist oder nie wirklich so war. Behörden, Fischerei-und Angelverbände helfen da sicher weiter und können beraten oder ausbilden. Große und seriös geführte Angelvereine haben Gewässerwarte in ihren Reihen, die sich mit der Thematik beschäftigen und entsprechend fortbilden. Text: Volker Hämmerling, dieangelschule Hamburg, 2026 Quellen: Deutscher Angelfischerverband e.V. (DAFV); Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
- Gibt es giftige Fische in Deutschland?
Eins vorweg, das Fleisch aller heimischen Fischarten in Mitteleuropa ist genießbar und unbedenklich. Die Gefahr lauert gafür ganz woanders, denn gibt es ein Risiko im Wasser, das vielen nicht bekannt ist. Das Petermännchen, eine kleine Fischart, die weltweit an so gut wie allen Küsten vorkommt, trägt giftige Stacheln, die einem Menschen unter Umständen sehr gefährlich werden können. Das Petermännchen gräbt sich gerne bis zu den Augen in den feinen Sand ein (Bild: AdobeStock; Joern) Petermännchen sind bodenorientierte Fische, die mit ihrer gestreckten, keilförmigen Anatomie am Gewässerboden nach Nahrung suchen. Sie sind kleine Raubfische, die es dabei auf Krebse, Garnelen oder Jungfisch abgesehen haben. Für die Jagd sind sie meist eher nachtaktiv und kommen erst bei eintretender Dämmerung aus ihren Verstecken. Im Sommer liegen sie im flachen Wasser, auf Sandbänken und vor Stränden, im feinen Sand gerne bis zu den Augen eingegraben. Dort ruhen sie dann tagsüber, die leichte Deckung suchend, ohne dort mit großen Fressfeinden, badenden Menschen oder Hunden zu rechnen. Gift-Stacheln an der Rückenflosse und an den beiden Kiemendeckeln Sein Gift ist das stärkste, was die Natur in Deutschland zu bieten hat. Kein heimisches Insekt und keine Schlange in Mitteleuropa kann nachweislich so viel Schaden anrichten wie diese unscheinbaren kleinen Fischchen. Dennoch sollte man das Petermännchen nicht verteufeln oder überbewerten. Denn wer die Gefahr kennt, kann sich entsprechend schützen und damit umgehen. Das Gift des Petermännchen sitz in den spitzen Flossentrahlen der ersten Rückenflosse und an den äußeren Enden der Kiemendeckel. Vorsicht beim Baden und Angeln an der Küste, besonders im Sommer Beim Baden sollte man daher immer Badeschuhe tragen, damit man nicht ausversehen auf ein Petermännchen tritt und der Strandtag ein böses ende nimmt. Beim Angeln können Handschuhe oder ein Lappen in der Ausrüstung helfen, um damit das Petermännchen verletzungsfrei vom Haken zu lösen und eventuell zu verarbeiten. Passiert es doch, und es kommt zum Stich beim Baden, Wassersport oder Angeln, sind Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Hilfreich ist ein Wärmestift oder die Sofortanwendung von Hitze an der Stichstelle. Durch Erwärmung des Giftes über 75° Celsius gerinnen die fremden Eiweißstoffe, und können sich so nicht weiter im Gewebe ausbreiten. Anschließend sollte die Stelle gekühlt werden, damit sich die durchblutenden Adern zusammenziehen, so gelangt weniger Gift in den Körper. Der Stich sollte von einem Arzt untersucht und behandelt werden, da Schäden an den Nerven zurückbleiben können. Betroffene berichten von bleibenden Lähmungserscheinungen und Empfindungsstörungen noch Jahre später. Bei Gefahr von allergischen Reaktionen immer einen Rettungsdienst oder Notarzt rufen. Zu viel Hilfe ist manchmal besser als zu wenig, und an den Küsten sowie Badestränden kennt man den Fisch und seine Stacheln. Beim Angeln an der Küste können Petermännchen mancherort häufig am Haken hängen. Das Fleisch des Petermännchen ist genau so genießbar und lecker wie bei anderen Meeresfischen auch. Trennt man also den Kopf ab und schneidet die vordere Rückflosse samt Giftstacheln vorsichtig ab, kann er lecker zubereitet werden, zum Beispiel zum Abschluss eines erfolgreichen Angeltages fangfrisch auf dem Grill. Text: Volker Hämmerling, dieangelschule Hamburg 2026
- Wie sehr stören Angler am Gewässer die Natur?
Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung 2026 des Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) wurde der jährliche Förderpreis an Dr. Malwina Schafft überreicht. Die Wissenschaftlerin hat in ihrer Doktorarbeit unter anderem den Einfluss von Anglerinnen und Angler an Gewässern ganz genau unter die Lupe genommen. Aber nicht nur die Angelnden dazu betrachtet, sondern sie mit anderen Nutzergruppen, wie zum Beispiel Badegästen, Spaziergängern, Joggern sowie verschiedene Wasserportarten am, im und auf dem Wasser verglichen und gegenübergestellt. Ein Blässhuhn auf seinem Nest am Rande der Alster in geschütztem Feuchtgebiet (Bild: Volker Hämmerling, dieangelschule) Die Doktorantin Malwina Schafft hat unter der Betreuung von Professor Dr. Robert Arlinghaus am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) ein spannendes und gefragtes Thema erforscht. Die genaue Fragestellung ihres wissenschaftlichen Werkes lautete: Freizeitökologie: Auswirkungen des Freizeitangelns und anderer wasserbezogener Aktivitäten auf die Biodiversität in Süßgewässern (Recreation ecology: impacts of recreational angling and other water-based activities on freshwater biodiversity). Dr. Malwina Schafft und ihre Kollegen untersuchten also die Einflüsse und Störungen von verschiedenen Freizeitaktivitäten und auch des Angelns. Zusätzlich wurden weltweite Ergebnisse zusammengetragen und mit in ihrer Arbeit ausgewertet. Freizeitaktivitäten ein Störfaktor für die Natur am Gewässer? Heraus kam, dass das Angeln am Ufer zu den am wenigsten störenden Aktivitäten gehört. Während besonders Sportarten auf dem Wasser und freilaufende Hunde die Flora und Fauna am meisten beeinträchtigen oder Wasservögel in ihrem Verhalten stark beeinflussen. Das Baden und Sportgeräte am Ufer die Strukturen am stärksten belasten oder sogar zerstörten. Interessant an dieser Studie ist, das Dr. Malwina Schafft nach eigener Aussage selbst keine Anglerin ist und sie es als eigenes Hobby gar nicht interessiert. In ihrer Doktorarbeit legt sie ebenfalls dar, dass die positiven Effekte von Angelvereinen und -Verbänden im Falle von übermäßigen Verboten durch Naturschutzmaßnahme wegfallen würden, wodurch Hege und Pflege der Angler vermutlich keinen Ersatz mehr findet. Verbote sind daher kaum ein Mittel, es sei denn, es betrifft alle Nutzergruppen. Um zukünftig Gewässernutzung nachhaltig zu gestalten, erfordere es ein aufwendiges Management und ebenso gute Fischereimaßnahmen, für die sich Angler seit jeher schon einsetzen aber viel zu selten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Angelvereine und Angelverbände investieren jährlich in Gewässer mit Mitteln und Arbeitskräften, wie sonst kaum jemand. Link zur Doktorarbeit von Dr. Malwina Schafft: https://doi.org/10.18452/30903 Text: Volker Hämmerling, dieangelschule Hamburg, 2026 Quellen: Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) ; Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
- Fischbestände in der Unterelbe extrem eingebrochen
Die Unter-Elbe, zwischen der nördlichen Stadtgrenze und ihrer Mündung bei Cuxhaven in das Wattenmeer, war Gegenstand einer wissenschaftlichen Studie mit erschreckendem Ergebnis. In seiner Doktorarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und der Universität Hamburg, verglich der Wissenschaftler Jesse Theilen die Daten der letzten 40 Jahre und unternahm mit seinen Kollegen zusätzlich zahlreiche aktuelle Untersuchungen. Die Elbe, der zweitgrößte Fluss Deutschlands, und ihre Fischbestände leiden extrem (Bild: Volker Hämmerling) Die Elbe legt als Fluss von ihrer Quelle in unserem Nachbarland Tschechien bis in den Hamburg Hafen rund 1.000 Kilometer zurück. Das Wasser des zweitgrößten Flusses Deutschlands hat bis in die Hansestadt bereits sehr viel mitgemacht und ist dann schon dementsprechend verunreinigt. Erschwerend hinzu kommt die tägliche Belastung durch die sogenannte Tide. Die Tide bezeichnet den Gezeitenstrom, hervorgerufen durch Anziehung des Mondes und Rotation der Erde, der im andauernden Wechsel zwischen Flut und Ebbe hin und her wandert. Und mit jeder Flut salziges Wasser der Nordsee einträgt und ein sogenanntes Brackwasser bildet. Rückgang der Stinte ist beunruhigend bis bedrohlich für diese Fischart In seiner publizierten Doktorarbeit legt Jesse Theilen zusammen mit seinen Kollegen vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und der Universität Hamburg dar, dass die Fischbestände der Unterelbe in den letzten 20 Jahren um insgesamt 90 % zurückgegangen sind. Am allerschlimmsten trifft es die dort noch existierenden Stinte, die einst das Leben in und an der Elbe biologisch und fischreilich ausmachten und früher zu Millionen in den Fluss zum Laichen (Eiablage) aufstiegen. Die Ursache ist bekannt und längst erforscht Für den angewachsenen Schiffsbetrieb und immer größer werdenden Container-Riesen und Kreuzfahrtschiffe mit ordentlich Tiefgang, wird die Elbe in ihrem Unterlauf vor den Toren der Stadt seit Jahren fleißig ausgebaggert. Die Tiefe des Flusses wird für die großen Schiffe künstlich erhöht, und damit leider auch der Tidendruck, so dass die Wassermengen und deren Fließgeschwindigkeit deutlich angestiegen sind. Dieses ständige Bewegen von Erdmassen und gelöstem Schlick am Grund des Flusses bleibt nicht ohne Folgen. Der feine verwirbelte Schlamm wird mit jeder auflaufenden Flut in alle Bereiche der Elbe bis ins Hinterland transportiert. Sinkt dann überall ab, und legt sich auf alles, was den natürlichen Flussgrund in seinem Ursprung ausmachte. Strukturen, Tiere, Insekten und Pflanzen müssen, sofern sie es überhaupt noch können, mit der Schlickschicht unter Wasser leben. Verbauungen, Begradigungen, Steinpackungen und steile Spundwände schaden dem Elbstrom, da kaum noch natürliche Uferbereiche zu finden sind. Das Wasser erwärmt sich im Sommer schneller und stärker, der Sauerstoff ist dann an vielen Tagen unterhalb vertretbarer Grenzen, so dass es in der Vergangenheit schon regelmäßig zu Fischsterben kam. Zur Zeit erarbeitet man Pläne und Vorschläge, wie man der Biodiversität der Elbe helfen könnte und sucht nach Renaturierungsmöglichkeiten. Obwohl man weiß, dass das Baggern dem Fluss schadet, und damit gegen Umwelt- und Tierschutz verstößt, hält man in Hamburg weiter daran fest. Quellen: Anglerverband Hamburg e.V.; Anglerverband Niedersachsen e.V.
- Welche Art wird Fisch des Jahres 2027?
Die Wahl zum "Fisch des Jahres" hat ihren Ursprung bereits im Jahr 1984. Mit der Wahl eines heimischen Fisches und anschließender Publikationen des Siegerfisches soll auf die jeweilige Fischart, ihren Lebensraum in unseren heimischen Gewässern und deren Bedeutung aufmerksam gemacht werden. Wer wird Fisch des Jahres 2027? Der Nordseeschnäpel, die Karausche oder das Flussneunauge (Logos: BfN, GFI, DAFV, Fische: Eric Otten) Die Wahl zum "Fisch des Jahres" ist und bleibt in Fachkreisen nicht unumstritten. Durchgeführt wird die Wahl des Fisches zur Zeit deutlich federführend vom Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV), in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GFI) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN). Die Kritiker bemängeln dabei oftmals dass nur Fische in den Vordergrund gestellt werden, die für das Angeln von Bedeutung sind, da die allermeisten Wählerstimmen aus den selben Reihen der Angelnden stammen. Oder, dass die Mitteilungen und Publkationen zu einseitig aus Sicht und zum Vorteil der Angelnden verfasst und ausgelegt wären. Die Wahl zum Fisch des Jahres nur für Angelnde interessant? Die Wahl eines einzelnen Fisches bzw. seiner Art soll einem breiteren Publikum vorgestellt werden und ihre Lebensweise und ihren Lebensraum näher bringen. Dadurch soll laut Initiatoren das erste Gebot aller Angelnden, der Schutz des Lebensraum von Fischen, bekräftigt werden und sensibilisieren. Wichtig ist es dabei, die Gesellschaft zu informieren und mehr oder weniger bekannte Fischarten vorzustellen und die Bedeutung unterschiedlicher Gewässertypen in Nordeuropa als wichtigen Lebensraum dieser Tiere, ihren Lebensweise und möglicher Bedrohungen besser zu erklären. Der Wels ist aktuell der Fisch des Jahres 2026 Aktuell ist der europäische Wels, auch Waller genannt, der Fisch des aktuellen Jahres 2026 und im Fokus der drei Initiatoren. Der DAFV bietet dazu auf seinen Internetseiten viele Informationen und eine umfangreiche und bemerkenswerte Broschüre an, als PDF oder als Druckversion, gegen eine entsprechende Gebühr (https://www.dafv.de/projekte/fisch-des-jahres/der-europaeische-wels-ist-fisch-des-jahres-2026). Doch genau genommen handelt es sich nicht um eine Broschüre, sondern mit über 100 Seiten um eine hervorzuhebende Lektüre, die sehr viel über den Wels erzählt und sich an jede und jeden richtet. Auch in der Vergangenheit wurden die einzelnen "Gewinner"-Fische entsprechend aufwendig porträtiert und detailliert beschrieben. Für das nächste Jahr stehen drei weitere Arten zur Auswahl: Die Karausche, Der Nordseeschnäpel oder das Flussneunauge. Drei Fischarten die in der GEsellschaft äußerst unbekannt und leider auch sehr gefährdet sind. Zur Plattform, mehr Informationen und der aktuellen Wahl geht es über diesen Link (https://www.dafv.de/projekte/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2027-jetzt-abstimmen). Quellen: Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV), der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN)
- Wilde Kanus in Uferzonen stören und zerstören
Hamburg gilt als die brückenreichste Stadt Europas. Und dort wo es Brücken geben muss, existieren viele Seen, Flüsse, Bäche, Kanäle, Gräben und Fleete die nicht nur überquert werden, sondern auch besonders gerne befahren sind. Die einstigen Hamburger Wasserstraßen sind heute ein wunderbares verzweigtes Netz, was insbesondere dazu beitragen dürfte, warum die Hansestadt so attraktiv ist. Dieses Wassernetz trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Bewohner bei, sondern bietet sehr viele grüne Uferbereiche, in der die Natur und ihre individuellen Ökosysteme sehr gut funktionieren, besondere Flora und Fauna sich prächtig entwickelt haben und Rückzugsorte finden. Vernachlässigte Kanus und Boote sind an Hamburgs Gewässern nicht nur unschön, sie zerstören die Uferzonen (Bild: AdobeStock, Sportlight Nord) Laut Bundesnaturschutzgesetz sind natürliche Uferbereiche und Röhrichtzonen an allen Gewässern bundesweit besonders geschützt (§ 61; Freihaltung von Gewässern und Uferzonen). In der Freien und Hansestat Hamburg stehen diese Uferzonen als verbindende grüne Adern unter besonderer Beobachtung der zuständigen Ämter und Behörden (BUKEA), da man durch ihren Verbund mittlerweile über 20 % der Stadtfläche als ökologisch wichtige Gebiete aufgezeichnet hat, hegt und pflegt (Verbundsystem von Hamburg). Veränderte Nutzung von historischen Wasserstraßen Was einst als Wasserstraßen für den leichteren Transport von Waren diente, sind heute hübsche bewachsene Bänder zwischen privaten Gärten und den hübschen Altbauten oder in denen attraktive Hausboote neben Bürofenstern ankern und schicke Cafés zum Verweilen oder sehen-und-gesehen-werden einladen. Wertvolle Stadtnatur für Jede und Jeden, die wir beschützen und achten sollten. Traditionell sind die Ruderclubs und Segelvereine der Stadt rund um die Alster und der Elbe angesiedelt. Dazugekommen sind über die letzten Jahrzehnte neue Freizeitkapitäninnen und Bootsführer mit ihren Kanus, Kajaks, Faltbooten, Stand-Up-Paddler, Schlauchboote und ebenso Angelboote. Diese sind an manchen Sommerwochenenden teilweise schon so dicht, dass man das Wasser kaum noch sieht. Und dort, wo viele Menschen zusammenkommen, entstehen leider zahlreiche Probleme unter denen besonders die Natur der Uferzonen leidet. Illegal abgestellte Boote, Kanus und SUP In Hamburg wurden über die letzten Jahre mehr und mehr private Kanus an den Ufern abgestellt oder sogar angekettet. Diese Parkmethode ist allerdings weder gestattet noch gut für die eh schon belasteten Gewässer-Grünstreifen. Die Stadt hat im Frühjahr 2026 über 800 illegal abgestellte Kanus an den Wasserstraßen erfasst und diese daraufhin markiert. Seit Juli 2026 werden die ersten falschparkenden Kanus abtransportiert. Die sichergestellten Kanus werden von der Stadt für 6 Monate zwischengelagert, falls sich die Eigner noch melden und ihr Sportgerät gegen eine Gebühr und einem Eigentumsnachweis wieder abholen wollen. Für gesunde Uferzonen und ein ökologisch intaktes System in einer urbanen Gesellschaft wird also stetig was getan. Quelle: BUKEA Hamburg, Norddeutscher Rundfunk
- Kann man Bleie beim Angeln ersetzen?
Bleie gehören seit jeher zur Ausrüstung und als Werkstoff beim Angeln dazu. Mal als Bleigewicht für das Grundangeln (Grundblei), als Schrotblei für die Posenangelei (Schwimmertarierung) oder in Form gegossen als Kunstköder (z. B. PIlker) und vieles mehr. Klassische Angelbleie gibt es in unzähligen Formen und Anwendungsbereichen (Bild: Volker Hämmerling) Doch was ist Blei? Und warum ist es so umstritten? Blei ist chemisch betrachtet ein Metall, genauer ein weiches, blaugraues Schwermetall der 4. Hauptgruppe (Symbol: Pb / Ordnungszahl: 82). Blei ist besonders schwer, da es eine sehr hohe Dichte besitzt (11,34 g/cm³), was es als Metall sehr interessant macht. Sein Schmelzpunkt liegt dafür relativ niedrig, wodurch der Energieaufwand geringer ist als bei anderen Metallen und es sich relativ einfach gießen oder mechanisch verformen lässt. so weit zu den technischen Fakten. Allerdings ist Blei als giftig einzustufen und kann Krebserkrankungen als auch genetische Defekte auslösen. Um Schwermetalle wie Blei so wenig wie möglich in den Umlauf und in die Natur zu bringen, versucht man seinen Einsatz und den freien Handel europaweit einzuschränken. Als Werkstoff ist Blei aber nicht überall wegzudenken, da es zum Beispiel die radioaktive Strahlung (sehr kurzwellig) wegen seiner hohen Teilchen-Dichte sehr gut absorbiert und somit in der Medizin, bei Röntgengeräten, verbaut wird und in Batterien (Blei-Akkumulatoren) benötigt wird. Die Europäische Union (EU) will ein schrittweises Verkaufsverbot für bleihaltiges Angelzubehör anstreben und entsprechende Beschlüsse auf den Weg gebracht. Ein Ziel der EU ist es, dass Blei und bleihaltige Produkte aus dem Einzelhandel nach und nach verschwinden. Für Angelnde, die bereits Bleie und entsprechende Materialien besitzen, bestehen bisher keine Einschränkungen oder Einsatz-Verbote. Dennoch wird appeliert, den Einsatz zu überdenken, da Bleie und Bleireste in der Natur auch Pflanzen und Tierwelt beeinträchtigen oder schädigen kann und letztlich über die Nahrungskette früher oder später auf unseren Tellern landet. Für Blei-Gewichte und Angelutensilien mit Blei gibt es eine Reihe von Ersatzstoffen , also Metalle wie Zinn, Wolfram oder Stahl und diverse Legierungen (Mischformen) oder alternative Lösungen, wie zum Beispiel die Verwendung von Natursteinen oder auch spezielles Glas (Porzellan) in der Grundmontage beim Angeln. Viele Kleinteile im Fachhandel für Angelgeräte sind heute schon bleifrei und durch Ersatzstoffe ersetzt worden - also achtet beim nächsten Einkauf einmal darauf und wählt am besten gleich die umweltfreundlichere Variante. Quellen: Deutscher Angelfischerverband e. V.; Anglerverband Hamburg e. V.; ECHA europa.eu
- Die Digitale Angelkarte für Schleswig-Holstein ist online
Der Landesangelverband Schleswig-Holstein e.V. (LAV) hat vor kurzem eine kostenlose digitale Gewässerkarte für das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein (SH) online gebracht. Als ein sehr beliebtes Angelland zwischen Nord- und Ostsee-Küsten und seinen vielen herrlichen Gewässern im Binnenland so wie dem Nord-Ostsee-Kanal ist dieser Service für alle ein großer Gewinn und macht vieles viel einfacher. Ein Screenshot der neuen Angel-Karte für Schleswig-Holstein (Copyright LAV, Angeln-in; OpenStreetMap.org) Hamburg hat sie schon seit einigen Jahren, die kostenfreie interaktive Angelkarte für das gesamte Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg. Dank des Hamburger Anglerverband e.V. und Anglerzentrum von Hamburg ist vor etwa 6 Jahren eine online-Karte an den Start gegangen (https://anglerverband-hh.de/). Nun ist anscheinend Schleswig-Holstein bzw. der LAV mit einem sehr ähnlichen Angebot nachgezogen und hat ebenfalls eine online-Karte in seinem Service. Das ist ein großes Plus für alle Anglerinnen und Angler, und besonders Anfängerinnen und Besucher sowie die vielen Angel-Touristen in einem Bundesland können sich schneller und besser informieren. Die neue digitale Angelkarte kann als App auf dem Handy geladen werden, für Android- und IOs-Systeme, oder einfach über das Internet aufgesucht werden beim LAV (https://lav-sh.de/die-digitale-gewaesserkarte-fuer-schleswig-holstein/) und über den jeweiligen Browser am Endgerät betrachtet werden. In der Karte finden sich Markierungen wo geangelt werden darf und wo nicht, oder ob es sich um bestimmte Lizenzbereiche handelt. Auch die barrierefreien Angelplätze sind zum Beispiel darin angezeigt. Die Karte wird vermutlich noch in den nächsten Monaten und Jahren an Infomationen dazu bekommen und dann laufend aktualisiert. Finanziert und erarbeitet hat es der LAV in Zusammenarbeit mit der Fischereibehörde von SH und der privaten kommerziellen Plattform "Angeln-in". Zum Einsatz kommen hierfür Gelder aus der jährlichen Fischereiabgabe des Bundeslandes SH - da sind die derzeit 1,50 Euro pro Monat doch sinnvoll und richtig angelegt. Das Kartentool basiert auf dem Modell von Open-Street.Map (https://www.openstreetmap.de/), einem weltweiten freien Projekt für eine Kartierung ohne einschränkungen und finanzielle Fallen für alle Nutzer. Das gute an diesem neuen digitalen Service des LAV ist seine ständige freie Verfügbarkeit. Ob zur Planung des Angeltages oder draußen vor Ort, wenn man bereits am Gewässer steht, oder in unmittelbarer Nähe, und sich orientieren will. Quelle: Landesangelverband Schleswig-Holstein e.V. (LAV)
- Wasser der Welt-Meere wird immer wärmer
Die globalen Messungen in den Meeren und Ozeanen sind ein sicherer Anzeiger und Beweis für die Klimaerwärmung und seine Folgen für die Umwelt. Besonders Gewässer leiden zunehmend unter einem dem anhaltend, steigenden weltweiten Temperaturanstieg. Die Rede ist hierbei vom weltweiten Klima in der Atmosphäre, und nicht von kurzen und regional begrenzten Wetter-Kapriolen. Sonnenuntergang über Nordsee im Mai (Bild: Volker Hämmerling) Da über 70 % unserer Erde von Wasser bedeckt ist, sollten wir diese gewaltigen natürlichen Wassermengen besonders schützen. Doch anscheinend hat der Mensch dies lange Zeit bzw. über Jahrzehnte komplett außer Acht gelassen. Doch Forscher schlagen schon seit Jahren Alarm, da sie in ihren Aufzeichnungen einen negativen Trend feststellen konnten. Durch eine im Jahresdurchschnitt höhere Temperatur der Weltmeere entsteht eine Kette von Folgeerscheinungen, die Flora und Fauna inzwischen sehr unter Druck setzen. Eine Typische Erscheinung der Erwärmung innerhalb der Erdatmosphäre ist der sogenannte Treibhaus-Effekt (verursacht durch schädliche Treibhausgase). Anhaltend wärmere Luft und wärmere Gewässer bewirken, dass mehr Wasser, besonders über den Meeresflächen, verdunstet und sich in der Atmosphäre als Luftfeuchtigkeit befindet. die Folge sind verstärkte Wolkenbildungen und natürlich daraus resultierende Niederschläge, die unter Umständen sogar zeitlich zunehmen. Oftmals prallen dabei kalte und warme Luftmassen aufeinander und es kommt zu Starkregenereignissen und Unwettern mit Gewittern, kurzen Stürmen oder auch extremen Hagelkörnern, gerade in den Sommermonaten. Welche Auwirkungen hat dies auf unsere Gewässer und ihre Ökologie? Durch die gesammte Erwärmung werden die Winter milder. Das fühlt sich im ersten Moment zwar gut an, aber die Natur hat sich über Jahrentausende daran angepasst und kann ihr natürliches Kleid nicht einfach mal so ablegen und sich an diese Veränderungen umstellen. Was bedeutet das für heimische Fischarten? Manche Fischarten, die erst bei sinkenden Temperaturen unter Wasser zum Laichen auf Wanderschaft gehen, warten dadurch zu lange, da es einfach nicht abkühlt. Ihre Laichzeit und die Brut verspäten sich damit, oder die Laichgründe bieten bei ihrer Ankunft kein kaltes Wasser und damit zu wenig vom lebensnotwendigen gelösten Sauerstoff. Im schlimmsten Falle geraten die Fische auf ihren Wanderungen dann in tödliche Fallen, weil ein Sauerstoffmangel sie oder die spätere Brut ersticken lässt. Bei den Heringen der Ostsee hat man feststellen können, dass diese bei steigendenden Temperaturen immer öfter viel zu früh ablaichen und viele ihrer Fischeier sich nicht ausreichend oder gar nicht mehr entwickeln durch Sauerstoffmangel. Die übrigen, geschlüpften Fischlarven der Heringe dann leider nicht überleben, da freischwebendes Plankton, als bevorzugte Nahrung, im frühen Frühjahr in ausreichenden Mengen noch fehlt. Die jungen Heringe verhungern dann. Viele Unterwasser-Pflanzen und die Korallen haben ebenfalls unter den Veränderungen des Klimawandels zu leiden. Da ihr Wachstum und die Vermehrung ebenfalls bereits von wenigen Gradunterschieden im Wasser wesentlich beeinflusst wird. Die Verschmutzung und Überdüngung (Eutrophierung) der Meere und Ozeane kommt erschwerend dazu. Quellen: Leibniz-Institut; Thünen-Institute für Seefischerei; Deutscher Angelfischer-Verband e.V.
- Invasive Fischarten als Störer oder auch Gewinn?
Unter Invasiven Arten verstehen wir Tiere und Pflanzen, die nicht natürlich in unsere Ökosysteme gekommen sind und laut biologischer Definition in unseren Regionen nicht heimisch waren. Viele dieser invasiven Arten in Flora und Fauna fallen uns oftmals nicht auf, da wir sie schon ewig kennen und sie uns immer wieder begegnen und als integrierten Bestandteil unserer Umwelt betrachten. Eine hamburger Schwarzmundgrundel, gefangen auf Made (Bild: Volker Hämmerling) Als die sogenannten Neozoen (invasive Arten) bezeichnet man in der Biologie alle Tiere, die nach 1492, dem offziellen Jahr der Europäer zur Entdeckung der amerikanischen Kontinente, zu uns gekommen sind. Dabei wurden diese Tierarten mal bewusst, mal unbemerkt oder sogar ausversehen in unsere Ökosysteme getragen. Welche Auswirkungen haben invasive Arten auf die heimischen Gewässer? Bei manchen dieser importierten Arten hatte man sich Vorteile erhofft, ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken oder diese im Vorfeld erst einmal zu überprüfen. So ist ein gutes Beispiel für eine nordamerikanische Invasive Art die Regenbogenforelle. Die Regenbogenforelle ist als Salmonide aus der Welt der Angler heute kaum noch wegzudenken, gehört einfach dazu. Für viele kommerzielle Teiche und Fischzuchten ist sie ein unempflindlicher, schnellwachsender Fisch aus der Familie der Salmoniden mit viel Filetfleisch und relativ geringem Fettansatz. Doch wenn diese schnellwachsenden und gefrässigen Fische in natürliche Gewässer bei uns gelangen, richten sie leider mehr Schaden an als wirklichen Nutzen, da sie für die heimischen Fischarten einen harten Nahrungskonkurrenten darstellen und auch andere kleine Fische oder deren Brut fressen können. Vom Besatz mit Regenbogenforellen in freien und offenen Gewässern wird daher inzwischen abgeraten und ist in vielen Regionen sogar streng verboten. Das unerlaubte Aussetzen von invasiven Arten und der Handel mit lebenden fremden Tierarten ist nach Bundesnaturschutgesetz strafbar. Ständig diese nervigen Grundeln Die Schwarzmundgrundel beobachtet man inzwischen in jeder großen und kleinen Wasserstraße. Sie sind ursprünglich aus dem osteuropäischen Raum, durch Ballastwasser in Schiffen und durch ihre eigene Verbreitung in allen Verbindungkanälen bis in den hohen Norden vorgedrungen. Den Grundeln scheint es bei uns sehr gut zu gefallen bei steigenden Wassertemperaturen und milderen Wintern, verursacht durch den Klimawandel. Die Verwertung und das geziele Angeln auf Grundeln ist bei den Hobbyanglern im Norden jedoch noch nicht so verbreitet, dabei sind die kleinen Fischchen paniert und gebraten oder auch frittiert ein absolut empfehlenswerter Leckerbissen. Und noch eine neue Art in unseren Gewässern Ein noch relativ junger Neozoen in den Norddeutschen Gewässern ist der Wolgazander. Ein Fisch, der als Zufallsfang beim Angeln erst um das Jahr 2015 im Mittellandkanal in Niedersachsen gemeldet wurde. Die Wolgazander leben eigentlich im Bereich von Donau und Wolga in Ostereuropa, doch anscheinend sind diese Fische über Wasserwege und Wasserstraßen, wie zum Beispiel Verbindungskanälen, zu uns gekommen. Diese kleine Zanderart wird inzwischen auch im Hamburger Hafen häufig geangelt. Da diese kleinen Raubfische invasiv sind, gilt für diese Fischart keine Schonzeit und auch kein Entnahmefenster. Ob und welchen Einfluss sie auf unsere Ökosysteme haben und Konkurrenz sind für unsere hemischen größeren Zander, ist bisher noch nicht erforscht, dazu fehlte es eben einfach an ausreichend gesammelten Daten in so kurzer Zeit. Die Regenbogenforelle, die Schwarzmundgrundel und der Wolgazander sind nur drei Beispiele, die uns beim Angeln im Norden beschäftigen und häufig begegnen. Mal erwünscht und mal verteufelt. Anglerisch und kulinarisch in jedem Fall eine willkommene Herausforderung, ohne immer Schaden im Ökosystem anzurichten weil man sie entnimmt - eher im Gegenteil.
- Mach deinen Angelschein
Angeln als Hobby ist Erholung, Naturerlebnis, Gemeinschaft und gesunde Lebensweise gleichzeitig (Bild: Adobe Stock; auremar) Wer in Deutschland angeln gehen möchte benötigt einen eigenen, gültigen und amtlichen Angelschein. Um diese Urkunde als geprüfte Anglerin oder Angler auf Lebenszeit zu erhalten muss vorher eine Angelprüfung, auch Fischereiprüfung oder Angelscheinprüfung genannt, erfolgreich bestanden werden. Keine Angst, diese Angelprüfung ist nicht so schwer und auch schon ab dem 12 Lebensjahr in Hamburg möglich. Vorgeschrieben ist jedoch ein vorhergehender Kurs, der insgesamt 20 Stunden Unterricht umfassen muss und Unterrichtsbereiche in Theorie und Praxis beinhaltet. Die Inhalte und Dauer der Seminare (Angelkurse) ist gesetzlich in Hamburg vorgeschrieben und bei allen Anbietern daher gleich lang. Früher haben diese Seminare in der Regel nur große und kleine Angelvereine angeboten und durchgeführt. Doch mittlerweile ist ein genauer Blick auf das bestehende Angebot und mögliche Leistungsunterschiede empfehlenswert. Die allgemeinen Ansprüche haben sich mit der Zeit geändert, das Material und die Medien in unserer heutigen Welt bieten mehr Möglichkeiten als noch vor 20 Jahren. Durch die Kombination eines zeitgemäßen Unterrichtsmaterial in Verbindung mit neuen Präsentationsformen bzw. Medien und online-Angeboten ist dazu vieles angenehmer und leichter zu verstehen als früher, wenn es richtig ein- und umgesetzt wird. Ein Seminar zur Vorbereitung auf die Angelscheinprüfung soll nicht nur belehrend wirken, es soll Spaß machen, begeistern und motivieren. Dazu bieten wir einen Kursverlauf, der zwischen Theoriebereichen und praktischen Übungen wechselt und mit Darstellungen und parallelem Video-Content alles wirklich wichtige erklärt. Wer heute Angelkurse anbietet, benötigt in Hamburg eine Zulassung von der zuständigen Fischereibehörde (BUKEA). Unsere Ausbilder sind nicht nur begeisterte Angler, sondern auch bestens in der Angelwelt ausgebildet und als Referenten durch ihren beruflichen Werdegang sowie ihren Qualifikationen ausgezeichnet. Unser Unterricht baut sich in seinem Verlauf langsam auf und ist in der Reihenfolge so entworfen, dass wir bei den Grundlagen und Vorschriften starten und uns Schritt für Schritt in die Welt der heimischen Fische, die später an den verschiedensten Gewässern in Süß- und Salzwasser geangelt werden, hinein bewegen. Wir bieten in unseren Seminaren seit 2025 eine ganz neu strukturierte und im Aufbau komplett neu konzipierte Unterrichtsform an. Benutzen dafür viele echte Bilder und großteils eigens erstellte Über- und Unterwasseraufnahmen und untertützende Grafiken an, in einem einheitlichen Design. Dazu haben wir Räumlichkeiten, die nicht einengen, mit bequemen Tischplätzen und überschaubaren Gruppengrößen für ein entspanntes gemeinsames lernen. Wir sprechen Alle mit unseren Kursinhalten an, egal ob absoluter Anfänger oder bereites erfahrene Anglerin. Dazu gehören zum Beispiel Menschen die bisher schon gute Angelerfahrungen sammeln konnten, weil sie im Urlaub in einem anderen Land das Angeln als naturnahes Hobby für sich entdeckt haben, aber noch keinen eigenen amtlichen Angelschein für Deutschland besitzen. Auch für Menschen mit Einschränkungen und Schwierigkeiten beim Lernen ist es möglich den Angelschein zu erlangen, da von diesem Hobby niemand ausgeschlossen wird. Bei Fragen zu unseren Seminaren und Terminen, dem offiziellen Angelschein oder das Hobby Angeln allgemein, meldet euch einfach bei uns.











