
Welche Fische leben bei uns?
Die häufigsten Fischarten
In unseren Gewässern leben über 220 verschiedene heimische Fischarten. Die allermeisten und häufigsten davon findest du in diesem Katalog, aktuell über 70 verschiedene Fische und Krebse. Unter diesen über 70 verschiedenen, detailliert beschriebenen Fischarten finden sich einige im Seminar zum Angelschein wieder und natürlich in der späteren Prüfung zum Angelschein. Die Prüfungsfragen in Hamburg, aber auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, enthalten viele Abbildungen die man unbedingt lernen sollte. In den Prüfungsfragen sind unter anderem Zeichnungen von heimischen Fischarten, die man erkennen, richtig zuordnen oder benennen muss, je nach Fragestellung und Themengebiet. In diesem Katalog haben wir die Original-Zeichnungen mit weiteren Fischmotiven ergänzt und zusammengestellt, diese in Texten entsprechend erklärt und geben Hinweise zu Besonderheiten rund um den Fisch, seiner Ordnung, deren Eigenschaften und vieles mehr. Die Sortierung läuft hier alphabetisch.

Bitterling
Acheilognathidae
Der kleinste heimische Fisch (DE), der Bitterling (5-9 cm) ist selten geworden. Das liegt wohl daran, dass diese Fischchen Teichmuscheln benötigt, um in diesen einige Eier mit Hilfe einer Legeröhre abzulegen. Sie besitzen einen schillernden bläulichen Streifen mittig auf der hinteren Körperseite, entlang der Seitenlinie.

Brassen
Abramis brama
Die Brasse (auch Blei oder Brachse genannt) ist ein sehr häufiger Friedfisch, der in vorwiegend nördlichen Süßgewässern vorkommt. Brassen bewegen sich gerne durch Pflanzen wie Schilf, Seerosen oder anderen dichten Wasserpflanzenbereichen auf ihrer Suche nach Futter. Aber auch um im Frühsommer ihre Eier an den Pflanzen anzuheften.

Europäische Äsche
Thymallus thymallus
Die Äschen, nach ihnen ist eine eigene Fischregion im Fließgewässer benannt, dennoch gehören sie zu den Salmoniden (Familie der lachsartigen), was man an ihrer Fettflosse erkennt. Sie sind spindelförmig langgezogen und haben die für ihre Art typische Rückenfahne. Die Pupillen sind nach vorne ausgezogen und dadurch birnenförmig-oval, vermutlich um besser auf ihre Beute zu zielen beim Anbiss.

Fischereiaufsicht
Homo Sapiens
Die Fischereiaufsicht ist im Auftrag der Fischereibehörde unterwegs und in ihrem Namen befugt Personen an und auf Gewässern zu kontrollieren. Dazu werden meistens die Fischereipapiere und das Angelgerät begutachtet sowie gegebenenfalls auf Vollständigkeit und Tauglichkeit geprüft.

Galizischer Sumpfkrebs
Pontastacus leptodactylus
Der Galizische Sumpfkrebs ist eine Invasive Art in Nordeuropas Gewässern. Sie sind die größten wildlebenden Süßwasserkrebse bei uns und ihr Rumpf kann bis über 20 cm groß werden. Sie stammen häufig aus Aquakulturen oder Zierteichen bzw. Aquarien. Der Besatz mit invasiven Arten wie dem Galizischen Sumpfkrebs ist strengstens untersagt.

Katzenhai
Scyliorhinidae
Katzenhaie sind bei uns heimische und weit verbreitete kleine Haie in der Nord- und auch der Ostsee.
Sie sind eher nachtaktive Räuber und sehr bodenorientiert lebend. In der Fischerei und bei Anglern sind sie allgemein weniger von Bedeutung. Ihre Art ist dennoch stark gefährdet, durch steigende Umwelteinflüsse und die industrielle Fischerei.

Nase
Chondrostoma nasus
Die Nase ist ein mittelgroßer Friedfisch, der strömendes Wasser bevorzugt und in der Äschen- bis Barbenregion am ehesten anzutreffen ist. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit der ebenfalls selten gewordenen Zährte, die den Nasen sehr ähnlich sieht und daher für Laien schwer zu unterscheiden sind.

Neunauge
Petromyzontiformes
Die Neunaugen kommen bei uns als Meeresneunauge, Flussneunauge und Bachneunauge vor. Sie gehören zu den Rundmäulern und besitzen statt Kiefern eine bezahnte Saugscheibe, mit der sie sich parasitär an ihre "Opfer" anheften, um durch ein festbeißen und ansaugen an deren Fleisch und Blut zu kommen.

Petermännchen
Trachinidae
Das Petermännchen lebt in fast allen Meeren und Ozeanen der Welt und sehr gerne in flachen Bereichen der Küsten auf sandigem Boden. Der kleine Räuber gräbt sich tagsüber in den weichen Sand und lauert nur mit seinen abstehenden Augen auf Beute. Seine drei Stacheln enthalten übrigens das stärkste Gift unter allen heimischen Tieren in Deutschland.

Rochen
Batomorphi
Rochen leben auch in Nord- und Ostsee und sind dort beheimatet. Für die Angler und Fischerei sind sie jedoch in Nordeuropa nicht von Bedeutung. Sie gehören zusammen mit dem Haien zu den sogenannten Knorpelfischen, die zusammen weltweit nur ca. 4 % der Fischarten ausmachen. Sie sind wie die Haie typische Raubfische.

Steinbeißer
Cobitis taenia
Der kleine Steinbeißer, ein friedlicher Cyprinide, mag fließendes und stehendes Gewässer mit sandigem Grund.
Er besitzt insgesamt 6 Barteln am Maul und kleinen Dornenaufsätze unter den Augen, weshalb er auch Dorngrundel genannt wird. Er wird nur 12-13 cm Groß und ca. 5 Jahre alt.

Teichmuschel
Teichmuscheln, auch Große Teichmuschel, Weiher-Muschel oder Schwanenmuschel genannt, gehören neben der länglicheren Malermuschel zu unseren heimischen Muschelarten. Sie sind besonders wichtig für den Bitterling, der seine Eier in die Muscheln ablegt. Im Ökosystem sind sie als Bestand ein guter Bioindikator für die hohe Güteklasse des Gewässers.

Wolgazander
Sander volgensis
Der Wolgazander ist eine eingewanderte und damit invasive Fischart in Nordeuropa. Der Wogazander tauchte erst um das Jahr 2015 die ersten mal im Mittellandkanal (Niedersachsen) auf. Mittlerweile werden sie auch in anderen Kanälen und Flüssen gefangen, so wie oftmals im Hamburger Hafen und dem Elbstrom.

Wollhandkrabbe
Eriocheir sinensis
Wollhandkrabben (invasive Art, Neozoon) haben sich in den europäischen Wasserstraßen ausgebreitet und sind häufig zu beobachten oder als Störenfried beim Angeln an der Montage zugange. Da sie in ihren asiatischen Ursprungsländern auch fischereilich Verwendung finden, sind sie mittlerweile im Hamburger Fischerei- und Angelgesetz mit aufgeführt worden.
































































