FISCHLEXIKON
Lachs
Salmo salar

Der atlantische Lachs, ein Wanderfisch (anadrom) und laicht auf Kiesgründen, oft in kleinen Flusszuläufen in stark fließendem Süßwasser.

Lachse (Familie der Salmoniden; forellen- bzw. lachsartige) bevorzugen sauerstoffreiches Wasser.
In der Laichzeit bilden die Milchner (Männchen) sogenannte Laichhaken am Unterkiefer aus.
Durch die Be- und Verbauung sowie Verschmutzung von Flüssen und Bächen ist der Lachs in seinem Bestand in ganz Europa sehr gesunken und wird durch Aufstiegshilfen, z. B. Fischtreppen, und Wiederansiedlungsmaßnahmen (Renaturierungsmaßnahmen) vielerorts wieder gefördert.
Der Lachs gehört zu den Boden- und Kieslaichern, da die Eier oft in den weichen Kiesboden eingegraben werden.
Atlantische (europäische) Lachse wandern mit erreichen der Geschlechtsreife vom Meer in die Flüsse. Unsere atlantischen Lachse wandern zum Ablaichen also vom Salzwasser ins Süßwasser, bis in die Regionen, in denen sie selbst einst aus ihren Eiern geschlüpft sind und sich entwickelten. Den Weg in ihre Heimatgewässer finden sie vermutlich durch Gerüche, Strömungen und Temperaturunterschiede sowie evtl. der Nutzung des erdeigenen elektromagnetischen Feldes zur Orientierung. Nach dem Laichen (Eiablage) wandern die atlantischen europäischen Lachse wieder ins Meer ab. Sie sterben also nicht, und teilen nicht das Schicksal mit einigen verwandten Lachsarten in Nordamerika, wie bei vielen pazifischen Lachsarten.
Smoltifizierung, nennt die Wissenschaft den Übergang junger Salmoniden vom Süß- zum Salzwasserfisch. Da Lachse nach einigen Wochen oder Monaten von den Flüssen in Richtung Meer, und damit ins Salzwasser, abwandern, durchleben diese Fische in dieser Zeit eine Umstellung (Metamorphose). Ihr Körper und Stoffwechsel passt sich dem höheren Salzgehalt an, damit sie den steigenden Salzgehalt im Wasser entgegenschwimmen können. Ohne diese Anpassung der Haut, Kiemen und Organe, würde das Gewebe zu viel Flüssigkeit an das Salzwasser abgeben und der Wasserhaushalt des Fisches bzw. seiner Organe wäre nicht länger im Gleichgewicht (Osmotische Regulation). Man nennt solche abwandernden (anadrome) Jungfische, wie bei Lachsen oder den Meerforellen, daher Smolts.
Die jungen Smolts (Lachse oder Meerforellen) erkennt man auch gut an äußeren Veränderungen in ihrer Färbung, an der Haut und den Schuppen oder auftretenden Schuppenverlusten bzw. manchmal eines Wechsels des Schuppenkleides.
