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FISCHLEXIKON

Wollhandkrabbe

Eriocheir sinensis
keine

Wollhandkrabben (invasive Art, Neozoon) haben sich in den europäischen Wasserstraßen ausgebreitet und sind häufig zu beobachten oder als Störenfried beim Angeln an der Montage zugange. Da sie in ihren asiatischen Ursprungsländern auch fischereilich Verwendung finden, sind sie mittlerweile im Hamburger Fischerei- und Angelgesetz mit aufgeführt worden.

keine

Die Chinesischen Wollhandkrabben kamen wohl einst als Blinde Passagiere im Ballastwasser von Güterschiffen aus Asien nach Nordeuropa. Hier haben sie sich schnell, stark verbreitet und über Flüsse und Kanäle ihren Weg ins Binnenland gefunden. Da Wollhandkrabben als große geschlechtsreife Tiere stromabwärts ins Brackwsasser wandern müssen, sind sie selbst in Teichen und Seen inzwischen angekommen, da sie dazu ebenfalls längere Strecken über Land auf sich nehmen. Die jungen Tiere wandern, im Frühjahr und Sommer, dann wieder stromaufwärts und besiedeln neue Wasserflächen. Namensgebend sind die mehr oder weniger auffand dicht behaarten großen Scheren, hauptsächlich bei den männlichen Krebsen. Wollhandkrabben sind besonders nachtaktiv und kommen dann in Ufernähe. Der Schaden durch diese invasive Krebsart an der heimischen Flora und Fauna ist teilweise bedenklich groß. Krebse müssen in stark kochendes Wasser einzeln gegeben werden, um sie sofort und schnell zu töten. Die Verwendung dieser Krebsart in der Küche ist für Mitteleuropäer leider ungewohnt und unüblich.

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