ANGEL-LEXIKON
Chemolumineszenz
Die Chemolumineszenz ist das ausgelöste Leuchten von Stoffen während eines chemischen Prozesses (chemischer Reaktion).
Bei chemischen Reaktionen bestimmter Moleküle kann Energie verbraucht werden oder aber auch frei werden und in die Umgebung ausgestrahlt werden. Diese Energie kann als elektromagnetische Strahlung frei werden, und diese Wellen können im Bereich des sichbaren Lichtes liegen. Wir nehmen in solchen Fällen ausgehendes Licht wahr und sprechen von einer Chemolumineszenz. Neben dem sichtbaren Lichtspektrum (380 bis 760 nm) kann auch kurzwelliges Licht im Ultraviolett Bereich (UV) entstehen.
Das charakteristische an der Chemolumineszenz ist, dass das Leuchten entsteht ohne von außen dafür Energie hinzukommt, anders als bei elektrischem Licht oder einem Feuer, das Sauerstoff verbrennt.
Beim Angeln wird die Chemolumineszenz in Knicklichtern angewendet. Durch eine niedrig konzentrierte Portion von Wasserstoffperoxid in einem Glasröhrchen, das beim Knicken hör- und fühlbar auseinanderbricht, wird eine chemische Reaktion mit Chemolumineszenz ausgelöst. Die miteinander reagierenden Chemikalien im Kunststoffröhrchen leuchten für ein paar Stunden. Übrigens verläuft die Reaktion im Knicklicht unter höheren Temperaturen, zum Beispiel im Sommer, etwas schneller als in kalten Nächten, weil die chemische Reaktion beschleunigt wird (Teilchenbewegung).
In der Natur kommt die Chemolumineszenz ebenfalls vor und wird als Biolumineszenz bezeichnet.
Bioluminezenz benutzen die Glühwürmchen oder entsteht beim Meeresleuchten von bestimmten Algen. Sehr viele Meeresbewohner und Meeresfische sind in der Lage Biolumineszenz zu produzieren oder zu nutzen (weit über 70% aller Arten).
