ANGEL-LEXIKON
Fischbandwurm
Der Fischbandwurm ist ein Parasit der sich in den Verdauungsorganen von Fischen anhaftet und ebenfalls auf Menschen und Haustiere übergehen. Seine Eier werden über den Kot ausgeschieden und gelangen so wieder in die natürliche Nahrungskette in den Gewässern und verbreiten sich weiter.
Die Eier werden erst von kleinen Krebsen aufgenommen, welche häufig als Fischnährtiere dienen. Die Larven entwickelns sich so langsam weiter in ihren Wirtstieren und ein einzelner Wurm wächst im Darm heran, der seine Eier in den Darm abgibt damit diese mit dem Kot ausgeschieden werden.
Fischbandwürmer kommen in Süßwasserfischarten wie Barschen, Hechten und vielen karpfenartigen (Cypriniden) vor. Ebenfalls ist der Befall bei Katzen und Hunden häufig zu beobachten.
Der Fischbandwurm gehört zu den größten Parasiten und kann bis zu 20 Metern lang werden.
Um die Gefahr einre Infektion zu vermeiden, sollte man Fische immer sauber verarbeiten und vorsorglich durcherhitzen bzw. durchgaren über 80 Grad Celsius. Auch das Einfrieren des Fisches für mindestens 24 Stunden über minus 16 Grad hilft, die Würmer und Eier abzutöten.
Der Bandwurmbefall zeigt kaum Erscheinungsmerkmale (Symptome), er ernährt sich aus der Nahrung und Blut, so dass es zu Mangelerscheinungen oder Gewichtsabnahme beim betroffenen Wirt oder Wirtstier kommt. Der Bandwurm kann bis über 20 Jahre in einem Wirtstier überleben.
Als Therapie gegen einen Bandwurm gibt es wirkungsvolle Medikamente (Praziquantel und Niclosamid), die sicher und schnell wirken.
