ANGEL-LEXIKON
Fraßdruck
Unter Fraßdruck versteht man den erhöhten Bedarf an Nahrung durch Fische, der durch zu viele Fische oder durch zu große Fische in einem Gewässer ausgelöst werden kann. Wenn der Futterbedarf durch natürliche Ressourcen kaum oder gar nicht mehr gedeckt werden kann führt dies zu sogenanntem Fraßdruck unter den Fischen.
Wenn das ökologische System in einem Gewässer überansprucht wird weil zu viele Fische nach der selben Nahrung suchen, führt dies zu einer Konkurrenzsituation unter den Fischen. Die Folge sind eine hohe Aktivität, Stress und unter Umständen auch negativen Auswirkungen wie zum Beispiel Entwicklungsstörungen, Krankheiten oder Kannibalismus.
Der Besatz eines Gewässers mit Fischen sollte daher immer den Gegebenheiten des Biotops entsprechen und nicht die natürlichen Grundlagen übersteigen. Bei nicht heimischen Fischarten (invasive Arten) kann es ebenfalls zu solchen Belastungen und Stress-Sitautionen kommen, wenn diese Tiere aktiver und stärker sind als die heimischen Fische.
