ANGEL-LEXIKON
Gewässergüte
Die Gewässergüte beschreibt die Klasse der biologischen und chemischen Qualität eines Gewässers.
Die Gewässergüte wird in Klassen (Kategorien) eingeteilt und an Hand von biologischen Indikatoren oder durch chemische Analysen bestimmt.
In der Regel wird die Güteklasse eiens Gewässers in vier Stufen ( I. / II. / III. / IV. ) unterteilt, welche durch Zwichenstufen erweitert sind. Damit ergibt sich eine Tabelle mit insgesamt 7 Stufen (Klassen).
Für die Beurteilung der biologischen Klasse werden sowohl Tiere, Insekten als auch Pflanzen aus dem Gewässer herangezogen. Die Biologie des Gewässer kann unmittelbar vor Ort und mit wenigen Hilfsmitteln vorgenommen werden.
Die Flora und Fauna des Gewässers bietet bestimmte Zeigerorganismen ud Bioindikatoren, auf die man bei der Beurteilung und Klassifizerung achtet bzw. danach Ausschau hält.
So sind Köcherfliegenlarven in einem Gewässer ein wertvolles Indiz für eine gute Wasserqualität mit viel gelösten Sauerstoff und wenigen Verunreinigungen.
Bei Gewässern mit viel auffallend starkem organischem Sediment finden sich häufig viele Würmer darin. Sehr typische Vertreter sind die winzigen roten Schlammröhrenwürmer, auch Tubifex genannt, aus der Familie der Ringel- und Röhrenwürmer, die sehr häufig millionenfach in nährstoffreichen Gewässern auftreten.
Die chemische Analyse ist aufwändiger und erfordert mehr Zeit, Fachwissen und den Einsatz der entsprechenden nasschemischen Werkzeuge und Reagenzien aus dem Laborbereich.
